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Die Feierlichkeiten der Sikhs
Nam Karan - Namensgebung
Sobald Mutter und Kind in der Lage sind zu reisen, besucht
die Familie das Gurdwara. Dort werden Hymnen und Gebete aus dem Guru
Granth Sahib gelesen um die Geburt des Kindes zu feiern. Anschließend
wird Krah Parshad verteilt und Amrit, Heiliges Wasser, angerichtet
und dem Kind und der Mutter gegeben.
Der Name wird gewählt indem man Hukam nimmt, der Granthi schlägt
an einer beliebigen Stelle Guru Granth Sahib auf, der Name beginnt
dann mit dem ersten Buchstaben auf dieser Seite.
Antam Sanskar - Beerdigung
Der Tod wird im Sikhismus als ein natürlicher Prozess
und als Gottes Wille betrachtet. Das Weinen oder Trauern in der Öffentlichkeit
ist entmutigend und hat einen faden Beigeschmack. Die Verbrennung
wird bevorzugt, sollte aber aus irgendeinem Grund die Verbrennung
nicht stattfinden können, ist die Beisetzung auch erlaubt. Das
Gedenken der Toten durch Grabsteine ist im Sikhismus nicht erlaubt,
denn der Körper wird nur als Hülle betrachtet, denn die
Seele des Menschen ist die reale Essenz.
Der Körper wird von Familienmitgliedern gebadet und angezogen
und dann zur Verbrennungsstätte geführt.
Diwali

1577 wurde das Fundament des Goldenen Tempels an
diesem Tag gelegt. An Diwali 1619 wurde der Goldene Tempel mit Lichtern
hell erleuchtet um die Rückkehr Guru Hargobinds aus seiner Gefangenschaft
aus Gwalior zu feiern. Die Sikhs feierten von nun an jedes Jahr Diwali
indem sie Lichter anzündeten und Süßigkeiten verteilten.
Die größte Feier wird im Goldenen Tempel gefeiert, es werden
unzählige Lichter angezündet und alle kommen hier zusammen
um daran teilzuhaben.
Holla Mohalla
Ein jährliches Fest an dem tausende von Menschen teilhaben,
dieses Fest wird in Anandpur gefeiert. Ursprünglich war es eine
von Guru Gobind Singh gedachte militärische Übung, gefolgt
von Scheingefechten begleitet von Musik und Gedichten. Die Nihang
Singhs halten noch immer an dieser Tradition fest, sie tragen Fechtkämpfe
und Scheingefechte aus. Es gibt auch unzählige Darbars, wo Guru
Granth Sahib gelesen wird. Der Höhepunkt dieses Festes ist eine
Parade der Nishan Sahib’s der umliegenden Gurdwaras.
Sangrand
Zu diesem Zeitpunkt verlässt die Sonne ein Tierkreiszeichen
und tritt ins nächste ein. Dieser markiert den Beginn des nächsten
Monats im Sikh-Kalender. Der neue Monat wird in Gurdwaras bekannt
gegeben, entweder durch das Lesen von Bara Maha, der Hymne der 12
Monate, geschrieben von Guru Arjan Dev, oder Bara Maha, geschrieben
von Guru Nanak Dev. Sangrand wird wie jeder andere Tag auch gehalten
und nicht besonders gefeiert.
Vaisakhi

1699 versammelte Guru Gobind Singh tausende von Sikhs
in Anandpur um Khalsa zu gründen. Für die Initiationszeremonie
taufte er fünf mutige Sikhs, welche bereit waren ihr Leben zu
lassen. Die Panj Pyare, die fünf Geliebten, tauften wiederum
Guru Gobind Singh und nahmen ihn ins Khalsa auf. Dieser Tag wird um
den 13. April gefeiert, mittlerweile wurde Vaisakhi auf den 14. April
festgelegt, Nanakshahi Kalender, um die Feiertage einheitlich feiern
zu können. An Vaisakhi besuchen viele Sikhs Gurdwaras, Paraden
werden gehalten, die weltweit übertragen werden, damit auch die
Sikhs, die nicht dabei sein können, daran teilhaben können.
Viele Sikhs beschließen sich an diesem Tag taufen zu lassen.
Des Weiteren wird auch Nishan Sahib in vielen Gurdwaras an diesem
Tag gewechselt.
Ein herzliches Dankeschön an die Autorin.
Zusammengestellt und übersetzt von Satwindra Rai
veröffentlicht am 12.06.2005
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