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ENTRY

Regie: Anees Bazmee
Genre: Komödie
Schauspieler: Anil Kapoor, Salman Khan, Fardeen Khan,
Lara Dutta, Bipasha Basu, Celina Jaitley, Esha Deol und Boman Irani
Musikregie: Anu Malik
Liedtexte: Sameer
Produzent: Sahara One, Boney Kapoor & Sri Devi
Kapoor
Kinostart Indien: 26. August 2005
Rezensiert von: Petra May für Happyindia.de
Story
Der Zeitungs-Chefredakteur Kishen (Anil Kapoor) leidet unter der krankhaften
Eifersucht seiner Frau Kaajal (Lara Dutta). Sein Freund Prem (Salman
Khan) dagegen, ebenfalls verheiratet, hat eine Affäre nach der
anderen, ohne seine Angetraute Pooja (Esha Deol) auch nur Verdacht
schöpfen zu lassen.
Prem empfiehlt Kishen seinen Lebensstil anzunehmen und somit eine
glückliche Ehe zu führen. Um dies zu erreichen nimmt er
ihn in die Disko „No Entry“ mit, in der Tänzerin
Bobby (Bipasha Basu) das Blut der Männer regelmäßig
in Wallung bringt. Sie bekommt von Prem 200.000 Rupien angeboten,
wenn sie Kishen verführt. Dieser weigert sich zunächst hartnäckig,
kommt aber nach einiger Zeit doch in Versuchung.
Um dies bei einem ungeplanten Zusammenprall seiner Frau mit Bobby
zu verschleiern, gibt er Bobby als die Ehegattin seines Freundes Sunny
(Fardeen Khan) aus, der allerdings gerade um Sanjanas (Celina Jaitley)
Hand anhalten wollte…
Rezension:
„No Entry“ ist eine lockerleichte Beziehungskomödie,
die das Problem der Untreue bei verheirateten Paaren aufgreift. Zwar
behandelt sie weder eine tiefgründige Thematik, noch wird in
ihr große schauspielerische Klasse gezeigt, doch sie verspricht
für ca. 160min eine amüsante Fernsehunterhaltung. Die Story
ist etwas realitätsfern angesetzt, aber perfekt um ein lustiges
Beziehungswirrwarr auf die Leinwand zu zaubern.
An manchen Stellen zwar etwas langatmig ausgeführt, was allerdings
angesichts des Gesamtwerkes verziehen werden kann. Gegen Ende des
Films bringt einen Brise Dramatik noch einmal frischen Wind in die
Geschichte, wodurch „No Entry“ auf den Zuschauer etwas
authentischer wirkt. Die natürlich auch in diesem Film vorhandenen
Songs sind zwar keine aus der Menge ragenden Dauerbrenner, aber ausnahmslos
gut inszeniert. Vor allem der Titelsong „No Entry“ verfügt
über starke Ohrwurmqualitäten und dürfte dem Zuschauer
lange im Gedächtnis bleiben.
Die Synchronisation ist erstaunlich gut, zu bemängeln sind allerdings
Celinas und zum Teil auch Eshas deutsche Stimmen, da sie nicht richtig
passen wollen und fast schon das schauspielerische Gesamtbild der
Beiden beeinträchtigen.
Schauspieler
Salman Khan als der gerissene Casanova
Prem war definitiv eine gute Wahl von Anees Bazmee. Zwar zeigt er
in diesem Film keine schauspielerische Meisterleistung, doch er vermag
seine Figur mit Leben zu erfüllen und dem Zuschauer glaubwürdig
deren Schwäche für schöne Frauen zu vermitteln. Den
vielen komödiantischen Sequenzen in „No Entry“ ist
Salman ohne Zweifel gewachsen, wobei er allerdings an bestimmten Stellen
einen Hang zum „overacting“ entwickelt, was die komischen
Stellen seiner Rolle in der Tat komisch wirken lässt, jedoch
in einem anderen Sinn. Nicht so dagegen seine männlichen Co-Stars
Anil Kapoor und Fardeen
Khan, die in diesem Film ihr Talent für Komödien
unter Beweis stellen. Anil, der Prems Freund Kishen verkörpert,
bringt dem Zuschauer eine Figur näher, mit der sich zumindest
zu Anfang sicherlich so mancher identifizieren kann. Er injiziert
seiner Rolle genau die richtige Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit,
die sie benötigt um die Handlung zu gestalten. Fardeen Khan,
der Kishens Freund und Mitarbeiter Sunny spielt, glänzt neben
seinen lustigen Szenen vor allem in den Songsequenzen. Durch die sympathische
Darstellung seiner Figur, wirkt diese am Authentischsten der männlichen
Hauptcharaktere.
Weibliche Unterstützung erhalten die drei Schauspieler
von ihren Berufskolleginnen Lara Dutta,
Esha Deol, Celina
Jaitley und Bipasha Basu, die
folgegleich Kishens Frau Kaajal, Prems Ehegattin Pooja, Sunnys Freundin
bzw. frisch Angetraute Sanjana und die Tänzerin Bobby verkörpern.
Lara gelingt es dem Zuschauer das Bild einer nahezu krankhaft eifersüchtigen
Ehefrau zu vermitteln. Ihre schauspielerische Leistung ist besonders
bei den komödiantischen -, ebenso wie bei den Tanzeinlagen sehr
stark. Dasselbe trifft auch auf Bipasha zu, die sich für den
Regisseur als echter Glücksgriff entpuppt und in ihrer Rolle
als attraktive Verführerin komplett aufgeht. Esha, die eine der
kleinsten Rollen in diesem Film zu bestreiten hat, versucht das Beste
aus dieser herauszuholen, was ihr auch durchaus gelingt. Eine weitere
positive Überraschung stellt Celina Jaitley dar, deren Begabung
in ihrer Schauspielleistung zum Ausdruck kommt, wobei ihr jedoch ernsthaftere
Szenen mehr zu liegen scheinen.
Petra May, März 2007
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