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Bollywoodfilm: Jaan-E-Mann

JAAN-E-MANN

Regie: Shirish Kunder
Genre: Liebe
Schauspieler: Akshay Kumar, Salman Khan, Preity Zinta, Anupam Kher, Aman Varma, Javed Sheikh, Soni Razdan
Musikregie: Anu Malik
Liedtexte: Gulzar
Produzent: Nadiadwala Grandson Entertainment
Kinostart Indien: 20. Oktober 2006
Rezensiert von: Nadja Schlichting für Happyindia.de

Story:
Der erfolglose Schauspieler Suhan Kapoor (Salman Khan) soll seiner geschiedenen Frau Piya (Preity Zinta) eine hohe Summe Alimente zahlen. Er ist verzweifelt, da er das Geld nicht aufbringen kann. Sein Onkel Bonney (Anupam Kher) und er suchen nach einem Ausweg. Falls Suhan das Geld nicht zahlt, muss er ins Gefängnis. Plötzlich taucht Agastya Rao (Akshay Kumar) auf. Er ist ein gutaussehender Astronaut und sucht nach Piya. Im College war er verliebt in sie. Doch damals war ein Streber und sah furchtbar aus. Da er auf dem College nie Chancen bei Piya hatte, möchte er es nun erneut versuchen. Bonney sieht darin eine Chance aus der Misere. Er schlägt vor, dass Suhan Agastya helfen soll Piya zu finden und ihn mit ihr zusammenzubringen. Sobald Piya nämlich neu verheiratet wäre, bräuchte Suhan die Alimente nicht mehr zu zahlen. Suhan und Agastya fliegen daraufhin gemeinsam nach New York und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Rezension
Das Regiedebüt von Shirish Kunder hat mich total begeistert. Die Songs passen textlich in die Handlung des Films und treiben ihn auch voran. Dies ist ja bei Bollywood-Filmen nicht unbedingt immer der Fall. Außerdem gibt es einige Ohrwürmer und die Lieder laden zum Mitsingen ein.

Die Tricktechnik, die während des Films angewandt wird, ist bombastisch und braucht sich hinter keinem Hollywood-Film verstecken. Da wären die Lichteffekte (z. B. als Suhan zum ersten Mal seine Tochter sieht), die Montagen verschiedenen Spielorte (z. B. Suhan steht in New York in einer Telefonzelle und telefoniert mit seinem Onkel, plötzlich steht die Telefonzelle in der Wohnung des Onkels) oder die Szene in der Agastya Suhan mitteilt, dass er sich mit Piya verlobt hat. Das zerspringende Glas im Hintergrund spiegelt genau die Gefühle wieder, die Suhan in diesem Moment empfindet. Hier könnte man noch ohne Ende Beispiele anbringen. Auf jeden Fall hat es so etwas in noch keinem, mir bekannten Bollywood-Film, gegeben.
Die Darsteller passen sehr gut vom Schauspielerischen her zusammen. Salman und Akshay haben schon in „Muhjse Shaadi Karogi“ eine super Harmonie gehabt und viele Fans begeistert.

Salman Khan spielt den coolen erfolglosen Schauspieler mit Bravour. Dabei kommt man aber nicht herum ihn trotzdem zu mögen. Bei seiner glaubhaften Darstellung könnte man schon fast glauben, dass er sich selbst spielt.

Akshay Kumar ist der sympathischste aller Charaktere. Er spielt den etwas trotteligen Agastya so souverän, dass man ihn einfach mögen muss. Selbst, das etwas seltsame Lachen bringt einen zum Schmunzeln und teilweise auch zum Mitlachen.

Preity Zinta spielt wie immer ihre Rolle sehr charmant, obwohl sie es durch die überdurchschnittlichen guten Rollen und Darstellungen von Salman und Akshay nicht leicht hat.

Anupam Kher ist in diesem Film gleich in einer Doppelrolle zu sehen. Einmal spielt der den kleinwüchsigen Onkel von Suhan und die zweite Rolle ist ein Kellner in New York. Bei der Rolle des Onkels kann ich nicht ganz den Sinn nachvollziehen, warum er kleinwüchsig sein muss. Aber vielleicht ist nur mir der Sinn verschlossen geblieben.

Die Geschichte des Films ist gut durchdacht und nachvollziehbar. Die Rückblenden am Anfang des Films fügen sich gut in den Lauf ein und sind nicht allzu verwirrend. Auch erwähnenswert sind die vielen Outfits von Salman während des Films. Diese tragen oft zum Lachen bei. Egal ob als Don Juan oder Elvis, Salman macht immer eine gute Figur. Auch Salmans Darstellung als Frau (Marilyn Monroe?) ist sehenswert und ein Lacher im Film. Die Ausstattung der Sets ist gut gewählt und sehen realistisch aus. Die Aufnahmen in New York sind schön wie in KHNH oder KANK.Es gibt einige lustige Szenen, aber auch rührende. Eben alles, was ein Bollywood-Film braucht.
Für mich einer der besten Filme 2006!

Nadja Schlichting, März 2007