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Wecke die Göttin in mir

von: Sonia Singh
Übersetzt von:
Barbara Ritterbach
Stilrichtung:
Roman
Broschierte Ausgabe:
300 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 3 (1/2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404154320
ISBN-13: 978-3404154326
Rezension von: Nadja Schlichting für Happyindia.de

 

User Rezension

Maya Mehra ist das schwarze Schaf der Familie: Mit knapp 30 Jahren wohnt sie immer noch zu Hause (ihre Eltern sind schließlich extrem gut situiert), hat nie etwas Richtiges gelernt (außer beim Shoppen die Kreditkarte zu zücken), schenkt den indischen Traditionen kaum Beachtung (schließlich leben sie in den USA) und ist noch nicht mal unter der Haube. Da nehmen ihre Tanten die Sache in die Hand und besorgen ihr einen respektablen Ehemann in Indien – den Maya natürlich von vornherein ablehnt. Als plötzlich zwei indische Mönche auftauchen, die sie für die Reinkarnation der Göttin Kali halten, sieht ihre Familie sie mit anderen Augen ...

Diese Buch habe ich mir gekauft, weil ich von Sonia Singhs "Liebesgrüße aus Bollywood" total begeistert war. Leider wurde ich bei "Wecke die Göttin in mir" derbe enttäuscht. Die Story hört sich humorvoll an, hält aber nicht, was sie verspricht. Man fühlt sich eher sehr an die TV-Serie "Buffy - Im Bann der Dämonen" erinnert. Da ich immer noch ein großer Fan dieser TV-Serie bin, fand ich viele Ereignisse und Handlungen wieder, die ebenfalls in der Serie vorkamen.

Die Beziehung Mayas zu ihrem zukünftigen Ehemann Tahir war mir zu plump dargestellt. Erst haßt sie ihn und landet dann plötzlich, unter Alkoholeinfluß, doch in seinem Bett. Außerdem wird aus dem arroganten Tahir über Nacht ein netter, verständnisvoller Mann, der auch noch ohne große Nachfragen an die Geschichte mit der Kali-Reinkarnation glaubt. Die Darstellung der indischen, traditionellen Familie mit ihren vielen Mitgliedern war das einzige wirkliche Highlight des Buches.

Das Buch war mir zu unrealistisch und die Personen zu lieblos dargestellt. Zu den Romanfiguren findet man nicht den richtigen Zugang und somit bietet der Roman nur eine mäßig, interessante Geschichte mit einem viel zu abrupten und unbefriedigenden Ende.

Nadja Schlichting
Rezension online seit 17.05.2007

 

 

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