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von: Rajesh Devraj (Autor), Edo Bouman (Autor),
Paul Duncan (Herausgeber), Egbert Baque (Übersetzer)
Stilrichtung: Sachbuch
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Taschen Verlag (7.2.2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3822837164
ISBN-13: 978-3822837160
Rezension von: Maren Schrobar für Happyindia.de
User Rezension
Die indischen handgemalten Filmplakate haben mich
schon immer fasziniert – immer, wenn ich sie nebenbei in einem
Buch oder Film über Indien entdecken konnte. Endlich gibt es
nun ein Werk, das sich ausschließlich und umfassend mit der
Plakatkunst Bollywoods auseinandersetzt.
„The Art of Bollywood“ ist ein Liebhaberbuch.
Das zeigt sich an der Sorgfältigkeit, mit der die Geschichte
der indischen Filmplakate recherchiert und aufgezeichnet wurde –
mit viel Liebe zum Detail. Es wird aber auch am Titel und der Gestaltung
des Buches deutlich: Nicht umsonst wird hier von der „Kunst
Bollywoods“ gesprochen und die Kunstwerke sind auf jeder einzelnen
Seite des reich bebilderten Buches zu bewundern. „The Art of
Bollywood“ ist so vor allem ein visueller Genuss für alle
Liebhaber des indischen Kinos als Gesamtkunstwerk. Zugleich aber bietet
es eine überaus informative und spannende Abhandlung über
die Plakatkunst Bollywoods, die chronologisch vorgeht, von den Anfängen
der 1920er/30er Jahre über das Goldene Zeitalter nach der Unabhängigkeit
bis zum „Bollywood Masala“ der 1970er/80er Jahre (Amitabh
Bachchan-Fans werden sich freuen).
Der Leser erfährt, wie die Plakatkunst von der Bildsprache der
indischen Kunst beeinflusst wurde, welchen Stellenwert die Plakatwerbung
im indischen Filmbetrieb einnahm und wie sich auch das Bollywoodkino
an sich im Laufe der Zeit änderte. Diese Entwicklung ist anhand
der chronologisch eingeteilten Kapitel und visuell anhand der Illustrationen
nachvollziehbar und erlebbar. Biografien der Künstler runden
das Werk ab.
Am Ende des Buches bleibt ein wehmütiges Gefühl, das man
mit den Autoren teilt: Zwar sei das handgemalte Plakat noch nicht
gänzlich ausgestorben, aber im Mainstream-Bollywood herrsche
die Digitaltechnologie vor – das „Exzentrische der Bilderwelt
Bollywoods ist von etwas Glatterem, vielleicht auch etwas Seelenlosem
abgelöst worden“.
Umso schöner, dass es dieses Buch gibt, in dem man sich an den
Bollywoodplakaten sattsehen (oder auch nicht) kann.
Maren Schrobar, 30.05.2010
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