von:
Amulya Malladi
Übersetzt von: Stefanie Retterbush
Stilrichtung: Roman
Broschierte Ausgabe: 334 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (12/2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404155971
ISBN-13: 978-3404155972
Rezension von: Nadja Schlichting für Happyindia.de
User Rezension
Die Hauptperson des Buches, Devi Venturi, sieht keinen
Sinn mehr in ihrem Leben. Sie hat mal wieder ihren Job verloren und
eine Fehlgeburt erlitten. Aus Scham schafft sie es nicht über
ihre Probleme zu reden. Ihr Vater ist ein erfolgreicher Geschäftsmann
und ihre Schwester ist ebenfalls sehr karrierebewußt. Sie hat
es bis ins Management einer großer Firma geschafft und führt
auch noch eine scheinbar vorbildliche Ehe. Nur Devi´s Mutter
ist eine "einfache Hausfrau" und dadurch in den Augen ihrer
Töchter eine Versagerin. Vor diesem familären Hintergrund
gibt es für Devi keinen anderen Ausweg als Selbstmord.
Ausgerechnet Devi´s Mutter rettet ihr das
Leben. Nach dem ersten Schock wird Devi auf Anraten einer Psychologin
entlassen. Sie kehrt in ihr Elternhaus zurück, um sich dort zu
erholen und natürlich auch, um unter Beobachtung zu stehen.
Devi beschließt für sich stumm zu bleiben und nicht über
ihre Probleme zu reden. Sie fängt an zu kochen und begeistert
ihre Familie mit immer neuen Kreationen.
Durch die gemeinsamen Abendessen beginnt die Familie endlich offen
miteinander zu reden. Dadruch kommen einige Verbindungen ans Licht,
die für alle das Leben für immer verändern.
Meine Meinung:
Dieser ungewöhnliche Roman über Schuld und Vergebung ist
für mich eine große Überraschung gewesen, da ich dieses
Buch unter der Voraussetzung eines Liebesromanes angefangen habe.
Die Charaktere sind lebendig beschrieben und man lebt und fühlt
mit der Familie. Der Selbstmordversuch wird nicht verherrlicht und
sehr eindringlich beschrieben.
Dadurch, dass Devi ihre Gefühle durch ihre Kochkünste auslebt,
werde ihre Wut, Trauer usw. noch nachvollziehbarer.
Für Kochbegeisterte sind die Rezepte im Buch
in Kurzform beschrieben und für Liebhaber der indischen Küche
leicht nachzukochen. Die vielen indischen Begriffe werden am Ende
des Buches im Glossar erklärt. Der Titel des Romans paßt
nicht richtig zum ernsten Inhalt des Buches. Allerdings verkaufen
sich diese Titel in Deutschland anscheinend durch den Bollywood-Boom
zur Zeit besonders gut.
Für alle, die auch Bücher jenseits von Bollywood lieben,
ist dieser Roman eine Bereicherung.
Nadja Schlichting
Rezension online seit 22.03.2007
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