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Der Gott der kleinen Dinge

von: Arundhati Roy
Übersetzt von:
Annette Grube
Stilrichtung:
Roman
Broschierte Ausgabe:
379 Seiten
Verlag: btb Verlag (05/1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442724686
ISBN-13: 978-3442724680
Rezension von: Nadja Schlichting für Happyindia.de

 

User Rezension

Der Gott der kleinen Dinge erzählt die angeblich teilweise autobiographische Geschichte einer Familie im indischen Kerala der späten 60er Jahre. Die Familie besitzt eine Konservenfabrik. Diese wird geführt von Chacko. Mit im Haus leben seine geschiedene Schwester Ammu mit ihren zweieiigen Zwilligen Estha und Rahel, seine Mutter Mammachi, die Tante Baby Kochamma sowie die Köchin Kochu Maria.
In vielen oft unübersichtlichen Zeitsprüngen wird die Familiengeschichte erzählt. Es werden die einzelnen Schicksale der Familie ausführlich beschrieben wie z. B. die unerfüllte Liebe Baby Kochamma´s zu einem Priester, Ammu´s schwere Ehe mit ihrem alkoholsüchtigen Ehemann oder Chacko´s Vergangenheit mit seiner englischen Ex-Frau Margaret und deren gemeinsamer Tochter Sophie Mol.

Von Anfang an ist klar, dass die größte Katastrophe der Familie der Tod von Chacko´s Tochter Sophie Mol ist. Außerdem ist da noch die verbotene Liebe von Ammu zum Unberührbaren Velutha. Auch diese Verbindung läßt die Familie auseinanderbrechen.
Der Erzählstil der Autorin hat mir nicht so gefallen. Oft waren die Sätze zu abgehackt oder nur Stichworte wurden eingestreut. Dadurch sind die Sätze teilweise verwirrend. Die oft vielgelobte Poesie der Sprache dieses Buches konnte ich nicht finden. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Die Darstellung des Kastensystems, des aufkommenden Kommunismus und die Auseinandersetzung mit den sozialen Problemen haben mir wiederum sehr gut gefallen.
Meiner Meinung nach ist das Buch alleine deswegen schon empfehlenswert.

Nadja Schlichting
Rezension online seit 22.03.2007

 

 

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