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 Autor:
Barbara Cleverly
übersetzt von: Marieke Heimburger
Stilrichtung: Roman
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Wilhelm Goldmann Auflage: 1 (Juli 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN: 3442453577
Rezension von: Nadja Schlichting für Happyindia.de
Klappentext:
Panikhat bei Kalkutta ist im Jahr 1922 eine beschauliche
indische Stadt unter britischer Kolonialherrschaft. Doch die Ruhe
trügt: Seit einigen Jahren kommt jeweils im März die Frau
eines britischen Offiziers auf mysteriöse Art ums Leben. Alle
Frauen sterben auf die Weise, die sie am Meisten gefürchtet haben,
und auf allen Gräbern liegen am Todestag rote Kaschmir-Rosen.
Scotland Yard Detective Joe Sandilands macht sich auf die Suche nach
dem unheimlichen Serienmörder. Doch es ist bereits Frühling,
und jeden Tag kann es ein nächstes Opfer geben....
User Rezension:
Die Hauptfiguren des Romans sind zwar sympatisch
und die Story gut erzählt. Es fehlt aber das gewisse Etwas, damit
der Roman spannend und man von der Geschichte gefangen wird. Von Anfang
an ist bereits klar, wer der Mörder ist, da alles auf diese Person
hinweist und auch die früheren Lebensumstände zu den Mordmotiven
passen. Nur das eigentliche Motiv bleibt bis zum Schluß ein
Geheimnis und ist die einzige Überraschung des Buches.
Unpassend fand ich auch die etwas seltsame sexuelle
Beziehung zwischen Sandisland und Nancy Drummond. Die Erklärung
fast am Ende des Buches hierfür ist zwar logisch und nachvollziehbar,
aber dennoch nicht richtig befriedigend.
Sehr gut haben mir die Einblicke in das koloniale
Indien der 20er Jahre gefallen. Man erfährt einiges über
das Kastendenken, das tägliche Leben der Briten innerhalb der
Streitkräfte und die Aufgaben der britischen Ehefrauen. Die Briten
bleiben größtenteils unter sich und die indische Bevölkerung
wird nur als Dienerschaft wahrgenommen. Der Inder als Mensch zählt
für die Briten nicht viel. So ist es nicht verwunderlich, dass
die allgemeine Meinung herrscht, dass ein britischer Mörder nicht
ganz so schlimm wäre. Ein Inder als Mörder wäre eine
Katastrophe, da die Briten einen erneuten Aufstand gegen die Kolonialmacht
befürchten.
Für Leser, die sich nicht ganz so gut mit indischen
Begriffen auskennen, wäre ein Glossar hilfreich. Ich kann leider
nicht beurteilen, ob es dies in der Ausgabe des Goldmann-Verlages
gibt. In der Bertelsmann-Ausgabe fehlt es gänzlich.
Im Großen und Ganzen zählt das Buch nicht
zu meinen Favoriten. Aber durch die Hintergrundinformationen der Kolonialzeit
in Indien ist es sehr interessant und empfehlenswert.Für Fans
der Haupfigur Sandisland gibt es auch einige Folgeromane, die ich
allerdings (noch nicht) gelesen habe.
Ich habe das Taschenbuch, der Bertelsmann-Ausgabe Nummer 833392 mit
347 Seiten gelesen.
Nadja Schlichting
Rezension online seit 9.12.2006
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