Shilpa
Shetty hat durch ihre Präsenz im Celebrity Big Brother Haus
für den britischen Sender Channel4 mehr Trouble ausgelöst,
ihr wohl lieb sein kann. Oder gehörte es doch zum Plan? Von
Mitbewohnerin Jade Goody hat sie ungläublig rassistische Aüßerungen
anhören müssen. "Bösewicht" Goody wurde
von den Zuschauern schließlich rausgewählt und die internationalen
Gemüter, vor allem in Indien, konnten sich wieder beruhigen.
Zufall. Jetzt stehen ihre Chancen, morgen das Haus als Gewinnerin
zu verlassen, 4 zu 11, also gar nicht mal übel, will man bei
den Wettanbietern auf der Insel auf die Bollywoodschönheit
setzen. Einen Fehler bei dem gestrigen Auswahlprozedere hat die
Produktionsfirma auch eingeräumt. Die Zuschauer konnten wieder
einmal Bewohner aus dem Haus rauswählen, alle Nummern wurden
richtig vom Moderator angekündigt und auch angezeigt, nur bei
Shilpa stimmten Moderation und Angezeige nicht überein. So
ein Zufall. Komisch auch, dass die rapide fallenden Zuschauerzahlen
nach den ersten 2-3 Tagen beim Sender kaum Bedenken auslösten.
Ihre Begründung: Die Zuschauerzahlen verliefen etwa so wie
auch bei vorrangegangenen Sendungen und würden sich erholen.
Im Grunde können sich doch alle freuen. Big Brother ist auch
nach Jahren wieder in aller Munde. Die Sternchen und Möchtegernpromis
können bessere Deals für ihre nächsten Alben, Bilder
und sonstige Geschäfte aushandeln. Produzent, Sender und Hausbewohner
haben etwas dazuverdient, nicht zu vergessen die Auflagensteigerungen
bei den Printmedien, die das Thema hochgeschaukelt haben. Und der
dumme Zuschauer macht sich da noch Gedanken ob Rassismus in der
Ex-Kolonialmacht noch ein Thema ist, wie altmodisch. Channel4 TV
Chef Kevin Lygo freut sich um die neuentfachte Rassismus-Debatte,
die mit Zwist mit der indischen Schauspielerin entstanden ist -
"sie hat Big Brother davor bewahrt, eine der langweiligsten
Shows der Jahres zu werden" - die 43.000 Beschwerden von Zuschauern
tun ihr Übriges. Shettys englischer PR Berater Max Clifford
vermeldet sprudelnde Angebote für seinen Bollywoodschützling.
Mehrere Projekte seinen Interessant, darunter für Film &
Fernsehen, Musik, Buch und Zeitungen. Noch vor drei Wochen sei sie
dem britischen Publikum gänzlich unbekannt gewesen, was sich
jetzt geändert habe. Eine gute Wiedergutmachung für die
erlittenen Qualen möchte man meinen - oder verlief doch alles
nach Marketing-Plan?
Ihre Fans können die Frau mit den großen Augen bald
wieder auf der gewohnten Leinwand im Film "Apne" erleben,
desweiteren befinden sich "Forever" und "Metro"
in Produktion bzw. Planung.
Quellen
Rawi, 27.01.'07