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Unser Report von der Berlinale 2012
DON 2 – Eine Stadt setzt sich in Szene

Copyright: Rapid Eye Movies

Von wegen „Mission impossible“ – “Mission accomplished”!

Er wurde zum `Running Gag` der Don 2-Deutschlandpremiere in Berlin: der bezeichnende Filmtitel „The King Is Back“. Denn gerade um diese Frage drehte sich bis zur buchstäblich letzten Minute alles: Kommt er, King Khan, doch noch nach Berlin – und vor allem, wann? Am Ende aber ging alles gut aus und Shah Rukh Khan überzeugte bei der Berlinale in seiner besten Rolle, der Rolle seines Lebens: als Superstar.

Nie zuvor habe er soviel Spaß an einem Filmdreh gehabt wie beim Shoot für Don 2 in Berlin, gestand Shah Rukh Khan am Samstagabend einem begeisterten Premieren-publikum im restlos ausverkauften Friedrichstadtpalast. Die Ergebnisse der gut 50 Drehtage im Herbst 2010 in Berlin waren mit Spannung erwartet worden. Und sie konnten sich sehen lassen: Spektakuläre Verfolgungs-jagden, Autocrashs und Stunts an den bekanntesten Berliner Schauplätzen. Die Hauptstadt ist effektvoll in Szene gesetzt.

Mit „Don – The King Is Back“ läuft in dieser Woche in den deutschen Kinos ein unterhaltsamer und bildgewaltiger Action-Film an. Auch die komischen Elemente kommen dabei nicht zu kurz, ob gewollt oder ungewollt. Aber es ist ja schließlich das erste Mal, dass in einem Bollywoodfilm deutsche Bösewichte vorkommen – und wie sollten die sonst heißen, wenn nicht Sven und Ulrich?
Bei aller Unterhaltung, die der Film bietet, wird er jedoch den hohen Erwartungen an eine Fortsetzung des gelungenen Remakes von 2006 „Don – The Chase Begins Again“ nicht ganz gerecht. Zu konstruiert ist die Story, zu vorhersehbar sind die Entwicklungen.

Copyright: Rapid Eye Movies

Die Überraschungseffekte lassen sich an einer Hand abzählen und sind dabei weit von der genialen Idee des Vorgängers entfernt, die am Ende der Scharade den totgeglaubten Don als quicklebendig entlarvte – und damit überhaupt erst die Möglichkeit für eine Fortsetzung schaffte. „Es ist nicht schwer, Don zu fassen, es ist unmöglich“ – die Formel ist bekannt, umso spannender stand die Frage der Umsetzung im Raum. Leider hält sich der Nervenkitzel hier in Grenzen, stattdessen werden ausgetüftelte kriminelle Pläne à la „Ocean`s Eleven“ langatmig unterbreitet.

Originelle Einfälle (wie etwa der Cameo-Auftritt Hrithik Roshans) bleiben die Ausnahme. Dons Feinde stellen keine wirkliche Gefahr für ihn dar, Jabbar kommt eher dümmlich daher, Vardhaan hat den vorherigen Biss verloren. Romas Wut über den Mord an ihrem Bruder scheint nach 5 Jahren nur noch auf Sparflamme zu laufen, ihrer vermeintlichen Hass-Liebe zu Don fehlt das Knistern. Selbst Don wirkt wie weichgespült und fast ein bisschen zu sympathisch. Shah Rukh Khan überzeugt am besten in den Szenen, in denen er das Böse in Don zum Ausdruck bringt – Ashoka und Darr lassen grüßen. Ebenso gut gelingen ihm die komischen Elemente – etwa wenn er Roma am Telefon mit einem lässig geträllerten „Hello, is it me you`re looking for?“ begrüßt...

Zur Reportage

Maren Schrobar, 14.2.2012

Online gestellt am 19.2.2012

Ein großes Dankeschön von der Redaktion an Maren für Ihre ausgezeichnete Berichterstattung von der Berlinale.

 

 

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